Vergleich

    3D-Druck vs Spritzguss – ab wann lohnt sich die Form?

    Kurz gesagt

    Kurz gesagt: Spritzguss ist bei grossen Stückzahlen pro Teil unschlagbar günstig, verlangt aber eine teure Form und eine fixe Geometrie. 3D-Druck hat keine Werkzeugkosten und erlaubt Änderungen jederzeit – deshalb ist er für Prototypen, Kleinserien und Ersatzteile die wirtschaftlichere Wahl.

    Der wirtschaftliche Kipppunkt

    Solange die Formkosten nicht auf genügend Teile verteilt werden können, ist der 3D-Druck günstiger. Wo genau der Kipppunkt liegt, hängt von Bauteilgrösse, Geometrie und Formkosten ab – bei kleinen Teilen liegt er höher, bei grossen früher. Rechne beide Wege durch, bevor du in eine Form investierst.

    Der pragmatische Weg

    • Prototypen und Nullserie im 3D-Druck testen
    • Markt mit einer Kleinserie validieren
    • Erst danach über eine Form entscheiden
    • Ersatz- und Nachserienteile weiter drucken

    Rechenbeispiel ohne Formkosten

    Eine Spritzgussform kostet je nach Komplexität schnell mehrere tausend Franken – bevor das erste Teil existiert. Dieselbe Summe reicht im 3D-Druck oft für hunderte von Teilen. Erst wenn die Stückzahlen regelmässig in die Tausende gehen und die Geometrie fix ist, dreht das Verhältnis. Bis dahin bleibst du mit dem 3D-Druck flexibel: Jede Bestellung kann eine verbesserte Version enthalten, ohne dass eine Form angepasst werden muss.

    Vergleich auf einen Blick

    Kriterium3D-DruckSpritzguss
    Werkzeugkostenkeinehoch (Form)
    Stückkosten kleingünstigsehr hoch
    Stückkosten grosshöhersehr günstig
    Designänderungenjederzeit, kostenlosnur mit neuer/geänderter Form
    VorlaufzeitTageWochen bis Monate
    Sinnvoll ab1 Stückgrosse Serien

    Häufige Fragen

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